Damit aus Ihrem "Traumhaus" auf Phuket kein Alptraum wird Tony
Allison wirft einen Blick auf das Kleingedruckte in den Kaufverträgen
für Liegenschaften in Thailand.
Während Phukets Immobilienmarkt blüht und gedeiht, sind die Möglichkeitenn
fur Ausländer, auch etwas davon abzubekommen, aufgrund der sehr
strengen Vorschriften Thailands für Käufer aus übersee sehr eingeschrankt.
Noch vor zwei Jahren konnte man als Ausländer in keiner Form Eigentum
im Königreich Thailand erwerben. Man konnte swar langfristige
Mietverträge abschließen, aber nicht im eigenen Namen ein Haus
oder Grundstück erwerben.
Im Rahmen weitreichender Maßnahmen zur Liberalisierung der Wirtshaft
stimmte der damalige Premierminister Anand Panyarachun Erleichterungen
zu und erließ Gesetze, die es Ausländern gestatten, das volle
Eigentumsrecht an Eigentumswohnungen zu erwerben, unter der Voraussetzung,
daß sie nicht mehr als 40% der Wohnungen in einem Gebäude erwerben.
Dieses neue Gesetz hatte nicht so weitreichende Folgen, wie Wirtschaftsexperten
gehofft hatten, aber man kann es als ersten Schritt in die richtige
Richtung betrachten. Potentielle Käufer aus dem
Ausland sollten jedoch einige Vorsichtsregeln beachten, bevor
sie sich auf den thailändischen Immobilienmarkt wagen. Der wichtigste
Punkt ist, sich zu versichern, daß die Liegenschaft rechtmäßig
als "Condominium" registriert ist. In einem aufsehenerregenden
Fall im vergangenen Jahr mußten Hunderte auslädische Staatsbürger
ihre Wohnungen in Bangkok zurückgeben, als in eine, Gerocjtsirteo;
emtscjoedem wirde. daß diese nicht "Condominiums" im eigentlichen
Sinn waren. Durch eine simple überprüfung der Eintragung im Grundbuch
hätten die Käufer dieses Debakel vermeiden können.
Ausländer sind auch gut beraten, den Verkäufer genau zu überprüfen.
Im Idealfall sollte man nur bei einer der 30 Firmen, die an der
thailändischen Börse notiert sind, kaufen, denn diese sind strengen
Kontrollen unterworfen, eine andere Möglichkeit ist, einen Immobilienmakler
zu beauftragen. Wählt man keine dieser beiden Möglichkeiten, sollte
man den VerkUaufer genau unter die Lupe nehmen.Vermögensberater
Richard Ellis warnt: "Problematisch sind Bodenspekulanten, die
die üblichen Marktpreise Unterbieten, um die Wohnungen inn ihrem
Gebäude rasch zu vergeben".
Diese Praktiken rühren von der Tatsache, daß es in Thailand keine
gesetzlichen Regelungen gibt, die das Bauvolumen der Immobilien,
die auf den Markt kommen, einschrUanken. Sobald ein Bodenspekulant
in der Lage ist, ein rojekt zu finanzieren, und er die Bauvorschriften
einhUalt, kann er bauen, daher ist der Wettbewerb Uaußerst lebhaft.
Wenn man ein Condominium kaufen will, sollte man auch die Vorschriften
für die Betriebs-und erwaltungsgebUuhren beachten. Im Idealfall
sollten die GebUuhren fix sein oder nur mUaßig ngehoben werden
dürfen, um willkürliche Preissteigerungen auszuschließen. Es ist
ferner äußerst ratsam, ein "Condominium" nicht nach dem Grundriß
im Bauplan zu kaufen. Die Geschichten über die krasse Diskrepanz
zwischen Erwartung und Wirklichkeit füllen Bände. Man muß vielleicht
etwas länger warten und etwas mehr bezahlen, als den vermeintlich
günstigen Sonderpreis, doch es gibt keine Garantie dafür, daß
man das, was im Hochglanzprospekt angeboen wird, auch tatsächlich
erhält. Eine Möglichkeit, wie Ausländer vollen Zugang zum thailäandischen
Immobilienmarkt erhalten, ist, eine Gesellschaft zu gründen und
im Namen der Gesellschaft einen Kauf zu tätigen.
Der Nachteil
dieser Möglichkeit ist, daß sie teuer, zeitaufwendig und umständlich
ist und daß ein thailändischer Staatsbürger zu 51% der Eigentümer
der Gesellschaft sein muß die Wahl des Geschäftspartners ist daher
äußerst wichtig. Ein Weg, den viele Ausläamder gehen, um Grundbesitz
zu kaufen, ist die Ehe mit einem thailändischen Staatsbürger,
aber dieser Weg führt in eine Sackgasse. Wenn eine Thailänderin
einen Ausländer heiratet, wird automatisch angenommen, daß sie
die Staatsbürgerscjaft ihres Gatten annimmt und sie verliert ihre
Rechte als thailädische Staatsbürgerin, einschließlich das Recht,
Grundbesitz zu erwerben.
Heiratet eine Ausländer geießen. Es gibt
jedoch keine Restriktionen für Ausländer hinsichtlich der Teilnahme
an Timesharingprogrammen in Thailand, wo sich dieser Wirtschaftszweig
aler Voraussicht nach sehr gut entwickeln dürfte. Der weltweit
größte Timesharinganbieter, Resort Condominium International,
machte kürzlich seinen Enfluß geltend, um die Regelung dieses
Industrieszeiges in Thailand zu forcieren und die neuen Entwicklungen
sind sehr vielversprechend. Ein Sprecher von RCI meint dazu: "ich
glaube, daß in Thailand dieser Geschäftsbereich in den nächsten
Jahren die Verkaufszahlen von etwa 21 Millionen US $ im vergangenen
Jahr verdoppeln wird." Alles in allem kann man sagen, daß Thailand
als stabiles Land, in dem man durchaus in Grundbesitz investieren
kann, eingeschätzt wird.
Vermögensberater Richard Ellis faßt zusammen:
"Es besteht keine Gefahr, daß der Eigentumswohnungsmarkt, zusammenbricht,
und das trotz eines allgemeinen überangebots auf dem Markt und
eines Mangels an Endabnehmern fUur die Luxuswohnungen, hauptsUachlich
dank der LiquiditUat und der holding power der KUaufer, wodurch
die Eigentümer in der Lage sind, nur zu verkaufen, wenn sie beim
Verkauf Gewinn erzielen können.
Trotz eines Wertverlustes ist der Wert der Liegenschaften der
meisten Eigentümer heute im wesentlichen höher als zur Zeit des
Kaufes.
Subtitle:
Ein eigenes Ferienhaus oder ein Haus im Paradies für den Ruhestand
zu kaufen ist für viele ein Traum. Wie auf diesem Foto zu sehen
ist, werden genügend Ferienwohnungen gebaut. Potentielle Käufer
sollten jedoch einige Vorsichtsregeln beachten, bevor sie sich
auf den hiesigen Markt wagen.