Wer
sagt, daß man nicht wieder dort hin fahren soll?
Deja vu ist die Illusion, daß man die Gegenwart
schon einmal erlebt hat. Also war es deja vu als ich
nach einem Sprung ins Vasser auftauchte und auf einen
kleinen verlassenen
Strand am Nordenede von Patong
blickte. Hier bin ich sicher schon gewesen - vor 14
Jahren genau.
Ich
Habe mich oft gefrage, wo dieser kleine Strand war,
wo ein Freimd und ich vor so vielen Jahren 10 idyllische
Tage verbracht haben. Der Name war in einem Tagebuch
festgehalten. (Ich war immer auf Reisen in diesen
Tagen und habe alle Orte und Ereignisse genau aufgezeichnet.)
Das
Tagebuch war schon lange verschwunden im Keller meiner
Eltern und ich konnte mich absolut nicht erinnern,
wo wir in Phuket gewohnt hatten.
1975
wurde Phuket gerade erst von einzelnen Touristen entdeckt.
Mein Freund und ich hatten davon von einem anderen
Reisenden in einer Jugendherberge in Kuala Lumpur
gehört.,, Da ist diese Insel an der Südküste
von Thailand "sagte er,, und Sie heiß Phuket
- ihr mußt unbedingt dort hin fahren !"
So
also kamen wir mit einer Busfahrt von Hat Yai - mit
2 mal Umsteigen und 2 Zwischenstops in die Stadt Phuket.
Ein weitezer Lastwagen brachte uns dann auf holprigen
und staubigen Staßben, über Hügel
die letztenn dutzen Kilometer zu einem kleinen Strand
- verlassen, außer einer kleinen strohbedeckten
Hütte und einem Wasserbrunnen. Irgendwo, hinterm
Busch, der die Bucht umschloß lag ein Fischerdort.
Die
strohbedeckte, kleine Hütte diente als Restaurant,
wo ein Einheimischer und seine Familie gebratenen
Reis, Fisch und kalte Getränke servierten. Wir
tummelten uns im Wasser wahrend des Tages und schilefen
im Sand bei Nacht.
Jeder
Morgen brachte eine Aussicht auf das Meer und auf
einen weiten Strand, der sich in langan, sanften Kurven
ausbreitete. Da und dort konnte man einige Menschen
ausmachen und ein oder swi Häuser.
Das
war Patong und Attraktionen gab es dort absolut keine.
Wir waren glücklich wo wir waren. Wir schwammen,
aßen und schliefen - alles für ungefähr
1 Dollar pro Tag. Ein Himmel für Rucksackreisende.
Eines
Tages autostoppten wir in die Stadt, mieteten uns
Motorräder und erkundschafteten die Insel. Wir
besuchten einen Strand nach dem anderen, von Landzungen
aus bewunderten wir die Aussicht und fragten uns,
wie wir jemals diese Insel wieder verlassen Könnten,
was wir natürlich irgendwann taten.
Zehn
Jahre brauchte ich um den Mut zu sammeln, wieder zurückzukommen,
das,, Du kannst niemals wiederlommen "war ein
Motto fur's Leben und als ich zurUuckkam fand ich
Hotels, Feriensiedlungen und Bauten, die es unmöglich
machten, den Ort wiederzuerkennen. Ich nahm an, daß
unser Strand jetzt in Privatbesitz war.
Jetzt,
nach einem halben Jahrzehnt, blickte ich auf unsere
Küste, den Kopf gerade über Wasser, so wie
ich es vor Jahren gemacht hatte, als ich zu einem
zurückkommenden Fischerboot hinausgeschwommen
war und auf das Festland zurückblickte, während
ich das Ende eines hönnten, was wir natürlich
irgendwann taten.
Das
Einzige, daß ich wiedererkennen konnte war ein
Haufen Stroh, wo die Hütte gewesen war Ich bewunderte
die Schönheit dieses Platzes und die Tatsache,
daß Phuket nach seiner ganzen Entwicklung noch
immer diese herrlichen Verstecke aufweisen konnte.
Springen
Sie auf ein Fahrrad, oder mieten Sie einen Jeep und
erkunden Sie die Buchten und die versteckten Ecken
der Küste. Finden Sie Ihren ganz eigenen speziellen
Ort, auch wenn es nur fur einnen Tag ist. Es könnte
ein Strand, Restaurant, ein Dort oder ein alter Temple
sein.
Auf
jeden Fall, wenn Sie zurückkommen (und die Statistiken
sprechen dafür) wird Ihr Versteck immer noch
dort sein. Tatsche ist, Sie können wiederkommen.
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